Shanghai abseits der Klassiker: Drei Geheimtipps, die Sie entdecken sollten

The Bund, der Yu-Garten oder die berühmte Skyline von Pudong gehören für viele Reisende zu einem Besuch in Shanghai einfach dazu. Doch die chinesische Metropole hat weit mehr zu bieten als ihre bekanntesten Sehenswürdigkeiten.

Wer sich etwas abseits der klassischen Routen bewegt, entdeckt Orte, an denen sich die Geschichte und der besondere Charakter Shanghais noch einmal ganz anders erleben lassen. Das sind unsere drei Geheimtipps, mit denen Sie die Stadt von einer authentischeren Seite kennenlernen:

1933 Old Millfun (1933 Lǎochǎngfáng, 1933老场坊)

Von außen lässt sich kaum erahnen, was sich hinter den Mauern des 1933 Old Millfun verbirgt. Der monumentale Gebäudekomplex wurde in den 1930er Jahren ursprünglich als Schlachthof errichtet und zählt heute zu den ungewöhnlichsten Architekturorten Shanghais.

Besonders beeindruckend ist das Innere. Schmale Brücken, spiralförmige Rampen, massive Betonkonstruktionen und verwinkelte Durchgänge lassen das Gebäude beinahe wie ein Labyrinth wirken. Heute befinden sich hier unter anderem Restaurants, Kreativflächen, Geschäfte und Veranstaltungsräume.

Wer sich für Architektur und Fotografie interessiert und eine ganz andere Seite Shanghais kennenlernen möchte, sollte einen Abstecher zum 1933 Old Millfun einplanen.

Die außergewöhnliche Betonarchitektur des 1933 Old Millfun mit Brücken, Rampen und verwinkelten Gängen

Columbia Circle (Shàngshēng Xīnsuǒ, 上生·新所)

Die außergewöhnliche Betonarchitektur des 1933 Old Millfun mit Brücken, Rampen und verwinkelten Gängen

Shanghai ist eine Stadt, in der unterschiedliche Epochen unmittelbar aufeinandertreffen. Besonders schön lässt sich das im Columbia Circle erleben. Das historische Areal verbindet Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert mit moderner Architektur, Gastronomie und kleinen Geschäften.

Zum Ensemble gehört unter anderem der ehemalige Columbia Country Club. Heute ist das Gelände ein beliebter Treffpunkt mit Cafés, Restaurants, Ausstellungen und öffentlichen Flächen. Trotzdem wirkt die Atmosphäre deutlich entspannter als an vielen großen Sehenswürdigkeiten der Innenstadt.

Der Columbia Circle eignet sich deshalb besonders für Reisende, die Shanghai nicht nur besichtigen, sondern sich etwas treiben lassen und den Alltag der Stadt erleben möchten.

Longhua-Tempel (Lónghuá Sì, 龙华寺)

Traditionelle chinesische Tempelarchitektur im historischen Longhua-Tempel in Shanghai

Zwischen Hochhäusern, Einkaufszentren und modernen Stadtvierteln lässt sich in Shanghai auch eine wesentlich ruhigere Seite entdecken. Der Longhua-Tempel gehört zu den bedeutendsten buddhistischen Tempelanlagen der Stadt und blickt auf eine lange Geschichte zurück.

Mit seinen traditionellen Hallen, Innenhöfen und religiösen Zeremonien bietet der Tempel einen starken Kontrast zum modernen Shanghai. Gerade deshalb lohnt sich der Besuch. Während viele Reisende vor allem die koloniale Architektur am Bund oder die futuristischen Hochhäuser Pudongs kennenlernen, vermittelt Longhua einen Eindruck von einer deutlich älteren kulturellen Tradition der Stadt. Wer etwas mehr Zeit in Shanghai verbringt und einen ruhigeren Ort abseits der bekanntesten Sehenswürdigkeiten sucht, findet hier eine ganz andere Perspektive auf die Metropole.

Teilen: